S/4 HANA Transformation als Katalysator für Ihre datenmotivierte Transformation

Mar 6
Wenn wir die Success Stories erfolgreicher S/4 HANA Einführungen anschauen, liest sich das wie ein Sammelsurium verpasster Chancen. Technische Lift and Shifts wechseln sich mit der Einführung neuer ERP-Templates ab. Wichtige Aufräumarbeiten, keine Frage. Eine Story, die von konkret messbarem Businesswert durch Daten berichtet ist aber nur schwer zu finden.

Wenn Sie es ernst meinen und Daten zu einem elementaren Teil Ihrer Wertschöpfung beitragen sollen, müssen sie auch ein elementarer Teil in Ihrer Wertschöpfungskette sein. Wenn Sie aber bestehende Prozesse und Funktionen einfach um Daten anreichern, schaffen Sie im besten Fall lokale Optimierungen.

Eine anstehende S/4 HANA Einführung kann ein guter Anlass sein, die Chance zu nutzen Prozesse end-to-end datenmotiviert neu zu denken. Doch keine Angst: Das heißt nicht, dass Sie all Ihre operativen Prozesse "auf links drehen" müssen. Es geht in erster Linie darum, die operative Sicht um die analytische Perspektive zu ergänzen. Denn wie eh und je ist Ihr operatives System zwar eine wesentliche (Daten-) Ausgangsbasis, das Potenzial liegt aber nicht im System, selbst, sondern in der Wechselwirkung mit anderen Informationen "von außerhalb". 

Wie ernst ist es gemeint, dass Daten zu einem zentralen Asset werden?

Wie ernst ist es Ihrem Unternehmen, dass Daten zu einem zentralen Asset werden sollen? Andreas Wiener von BI or DIE zitiert gerne seinen Vater, Vorstandsmitglied, dass sie sich in Sitzungen nur dann mit Daten beschäftigen, wenn es in der Sitzung noch eine halbe Stunde zu füllen gilt...

Möchten Sie sich lediglich an die neue Geschäftswelt anpassen, oder streben Sie danach, diese aktiv zu gestalten und zu prägen? Stellen Sie sich zwei unterschiedliche Zukunftsszenarien vor: In der einen Vision bleiben Sie auf einem konventionellen Pfad, der von vorsichtigen Anpassungen und inkrementellen Verbesserungen geprägt ist – ein sicherer Weg, der jedoch das Risiko birgt, von agileren, innovativeren Wettbewerbern überholt zu werden. In der anderen Vision verschreiben Sie sich dem Zielbild einer exponentiellen Organisation, die datengetrieben, kundenorientiert und bereit ist, bestehende Grenzen zu überschreiten und neue Maßstäbe zu setzen.

Im Kern dieser ambitionierteren Vision steht eine Datenorganisation, die weit über die traditionelle Rolle der IT hinausgeht. Sie wird zum Herzstück Ihres Unternehmens, indem sie die Brücke zwischen der gegenwärtigen Realität und einer Zukunft bildet, in der Ihr Unternehmen nicht nur auf Veränderungen reagiert, sondern diese Veränderungen vorantreibt. Diese Datenorganisation versteht es, das enorme Potenzial Ihrer Daten voll auszuschöpfen, nicht nur um interne Prozesse zu optimieren, sondern um radikal neue Wege zu beschreiten, die Kundenerfahrung zu revolutionieren und ganz neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Die Transformation hin zu einem solchen Unternehmen erfordert mehr als nur technologische Innovationen; sie erfordert ein fundamentales Umdenken in der gesamten Organisation. Es geht darum, den Kundennutzen in den Mittelpunkt aller Überlegungen zu stellen und jeden Aspekt des Unternehmens darauf auszurichten, diesen Nutzen zu maximieren. Dabei spielen Daten eine zentrale Rolle: Sie bieten die Einsichten, die notwendig sind, um die Bedürfnisse und Wünsche Ihrer Kunden nicht nur zu verstehen, sondern zu antizipieren und proaktiv darauf einzugehen.

In dieser visionären Zukunft arbeiten alle Bereiche Ihres Unternehmens Hand in Hand, geleitet von einer gemeinsamen Mission und getrieben von der Überzeugung, dass der wahre Wert von Daten nicht in ihrer Sammlung liegt, sondern in ihrer Nutzung, um echten Mehrwert zu schaffen. Die Datenorganisation wird zum Katalysator für Innovation und Wachstum, indem sie die Werkzeuge, die Kultur und das Mindset bereitstellt, die es jedem im Unternehmen ermöglichen, datengestützte Entscheidungen zu treffen und kreativ an der Gestaltung herausragender Kundenerlebnisse mitzuwirken.

Die Betonung des Kundennutzens als zentralen Ausrichtungspunkt ist besonders wichtig. In der heutigen Geschäftswelt, in der Kunden immer mehr Macht haben und ihre Erwartungen ständig steigen, kann eine Optimierung der Kundenerfahrung tatsächlich den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen. Unternehmen, die ihre Daten effektiv nutzen, um Einblicke in das Kundenverhalten und die Kundenbedürfnisse zu gewinnen, sind in der Lage, maßgeschneiderte Lösungen anzubieten, die den Kundennutzen maximieren.

Das Motivieren eines Umdenkens von funktionalem zu wertstiftendem Denken ist jedoch keine leichte Aufgabe. Es erfordert eine klare Vision, überzeugende Führung und die Bereitschaft, bestehende Prozesse und Denkweisen zu hinterfragen. Hier könnte ein Ansatz wie eure "digital execution sprints" besonders wertvoll sein. Indem ihr Teams in einem strukturierten Prozess durch die Entdeckung, Definition, Entwicklung und Lieferung einer datengesteuerten Lösung führt, könnt ihr nicht nur konkrete Business Cases liefern, sondern auch das notwendige Umdenken anstoßen und fördern.

Falls Sie also wirklich etwas bewegen möchten...

Zunächst gilt es festzustellen, dass Daten und Technologie zwei unterschiedliche Arten von Ressourcen sind. Daten sind Informationen, die gesammelt, analysiert und interpretiert werden können, um Erkenntnisse zu gewinnen, Entscheidungen zu treffen und Prozesse zu verbessern. Technologie hingegen bezieht sich auf die Werkzeuge, Plattformen und Systeme, die verwendet werden, um diese Daten zu sammeln, zu speichern, zu verarbeiten und zu analysieren.

Denken Sie an eine klassische Produktionslinie. Daten sind Ihr Produkt,  Technologie die Maschinen es zu produzieren, die Hallen es zu lagern und auch der Verkaufsraum oder Marktplatz es zu konsumieren. Der Zweck von beidem ist es Ihrem Kunden Nutzen zu stiften. Sonst wäre es nur Selbstzweck.

Wenn Sie Daten als Produkt betrachten, bedeutet das, dass sie es strategisch nutzen können, unabhängig von der eingesetzten Technologie.

Die klare Unterscheidung hilft Organisationen, ihre strategischen Prioritäten richtig zu setzen – die Investition in Technologie wird als Mittel zum Zweck gesehen, um den Wert der Datenressourcen voll auszuschöpfen.

In der Konsequenz erfordert dies eine Abkehr von der traditionellen Sichtweise der IT als eine Funktion unter vielen. Stattdessen muss der Applikationsorientierte-Teil Ihrer IT mit Ihrem Business zu End-to-End-Produktteams verschmelzen und als integraler Bestandteil des Geschäfts gesehen werden. Beim traditionellen Teil Ihrer IT verbleibt die Aufgabe, die technologische Plattform zur Verfügung zu stellen und weiter zu entwickeln. 

Doch zum Glück müssen Sie diesen Schritt nicht auf einmal gehen, sondern können diese Mammutaufgabe Stück für Stück angehen. Getreu dem Motto: Wie verspeist man einen Elefanten...

Der Handshake zwischen IT und Fachbereich muss gelingen

Der entscheidende erste Schritt auf dem Weg zu einem datenmotivierten Unternehmen ist der gelungene Handshake zwischen allen Funktionsbereichen einer noch traditionell arbeitenden Organisation. Diesen Buy-In aller Stakeholder zu erreichen, kann nur im Dienst der gemeinsamen Kunden und im Rahmen der Erarbeitung eines Business Case gelingen.

Weil exponentielle, datenbasierte Unternehmen ihre zentralen Aktivitäten auf die Optimierung der Kundenerfahrung ausrichten, können auch die Aktivitäten, die die Grundlage für die Ausrichtung Ihrer zukünftigen Datenorganisation schaffen sollen, nur auf den Kundennutzen ausgerichtet werden. Damit diese Transformation gelingt muss in Ihrer Organisation ein Umdenken von funktionalem hin zu wertstiftendem Denken motiviert werden. 

Der durch ein gemeinsames Ziel erreichte Handshake symbolisiert nicht nur die Bereitschaft zur Zusammenarbeit, sondern auch ein gegenseitiges Verständnis und die Anerkennung, dass der Erfolg eines Bereichs zum Erfolg des gesamten Unternehmens beiträgt. Diesen Buy-In zu erreichen, erfordert Zeit, Geduld und vor allem, den Nachweis, dass die datengetriebene Ausrichtung tatsächlich zum Kundennutzen und somit zum Unternehmenserfolg beiträgt.

Versuchen Sie bei der Auswahl der Auswahl der passenden Initiative, "sowohl das Herz als auch den Kopf anzusprechen". Bei der Einbindung des Kopfes geht es um den Business Case. Bei der Einbindung des Herzens geht es darum, zu zeigen, wie das Datenprogramm Dinge voranbringt, die die Teilnehmer schätzen. Im Falle eines Krankenhauses könnte es um eine bessere Patientenversorgung gehen, bei einem Finanzinstitut um den Gewinn von Marktanteilen und bei anderen Unternehmen um die Notwendigkeit künstliche Intelligenz für sich zu erschließen. 

Wie initiiert man diesen Prozess?

Die von Datareus entwickelten Execution Sprints fördern und beschleunigen die Phasen, die ein Unternehmen durchlaufen muss, um data-driven zu werden. Sie bieten einen Rahmen für den organisatorischen Wandel und durchlaufen spezifische Schritte und Methoden, die auf dem Weg zu einer datenmotivierten Organisation erforderlich sind. Lassen Sie uns einen Blick darauf werfen, wie dieser Sprint Ihnen hilft auf diesem Weg erfolgreich zu sein:

  • Es wird der Business Case für datenbasierte Initiativen ausgearbeitet, was eine klare Begründung für den Einsatz von Ressourcen und Investitionen in datenorientierte Projekte liefert. 
  • Das Verständnis des Kontexts und das Identifizieren von Engpässen ermöglicht es Unternehmen, zielgerichtete Entscheidungen darüber zu treffen, wo Veränderungen den größten Einfluss haben werden. 
  • Die Quantifizierung der Auswirkungen unterstützt die Argumentation für datenbasierte Initiativen und hilft, den Wertbeitrag zu verdeutlichen. 
  • Die Konzentration auf Wertströme und das "Design for Flow" helfen Ihnen, den Nutzen der Dateninitiativen transparent und messbar zu machen. 
  • Die Anwendung und Diskussion eines datenbasierten Entscheidungsframework bietet den Teilnehmern neue Erkenntnisse und ein mächtiges Hilfsmittel für ihre eigenen datenbasierten Entscheidungsprozesse. 


Die Arbeit erfolgt in einer Abfolge von einfachen, durchführbaren Schritten. Es sind keine Wunder erforderlich. 

Wir laden Sie ein, mit uns diesen Weg zu gehen und den Reifegrad Ihrer Datenkultur aktiv zu gestalten.

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