- Aus Beratung
Wie der Datenkatalog im Alltag tatsächlich genutzt wird

Der Datenkatalog war technisch erfolgreich, blieb im Alltag aber zu wenig relevant. Aufgaben, Reviews, Regeln, Feedback und Entscheidungen machten ihn zum gemeinsamen Arbeitsort.
Leitfrage
Wie wird ein technisch eingeführter Datenkatalog zum Ausgangspunkt für echte Datenarbeit?
Von Datareus
Der Datenkatalog war technisch erfolgreich eingeführt. Metadaten wurden automatisch eingelesen, Datenbestände waren auffindbar und Verantwortliche hinterlegt.
Trotzdem fragten Mitarbeitende weiterhin bekannte Kolleginnen und Kollegen. Viele Einträge waren zu technisch, nicht aktuell oder beantworteten nicht die entscheidende Frage:
Kann ich diese Daten für meinen Zweck verwenden?
Wir begannen nicht mit der Frage, welche weiteren Metadatenfelder gepflegt werden sollten.
Stattdessen betrachteten wir konkrete Arbeitssituationen:
- Ein Nutzer sucht geeignete Daten.
- Ein Produzent möchte ein Datenprodukt veröffentlichen.
- Ein Data Steward erkennt einen Widerspruch.
- Datenschutz oder Governance benötigen eine Entscheidung.
- Ein Nutzer meldet ein Qualitätsproblem.
- Eine Änderung betrifft bestehende Anwender.
Der vorhandene Datenkatalog blieb bestehen. Ergänzt wurde die fehlende Arbeits- und Entscheidungsschicht: Fragen, Aufgaben, Reviews, Regeln, Feedback und Entscheidungen wurden direkt mit Datenprodukten und Datenobjekten verbunden.
Der Katalog war nicht länger nur ein Ort zur Dokumentation. Er wurde zum gemeinsamen Ausgangspunkt für Datenarbeit.
Nutzer fanden nicht nur technische Informationen, sondern Zweck, Anwendungsbereich, Qualitätsaussagen und Ansprechpartner. Verantwortliche sahen offene Aufgaben und Rückmeldungen. Änderungen wurden für betroffene Anwender sichtbar.
Der Katalog wurde dadurch relevanter, ohne dass das Unternehmen ein weiteres isoliertes System einführen musste.
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